.:Verflossene Tränen:.

Ich habe mich dazu entschlossen, den vor-/gestrigen, dummen Tag einmal zusammenzufassen. Es war mehr oder minder abgemacht, dass Black mit dem Zug zu mir gefahren kommt. Eigentlich sollte es eine Überraschung werden, doch dank dem Sturm musste er es mit vorzeitig sagen, da es hieß, dass einige Bahnhöfe gesperrt waren. Nun, er hatte Glück und stieg in eine Bahn, die so fahren sollte wie immer - und er sollte gegen 21:30 Uhr bei mir ankommen. Ich wartete also, bis ich um ungefähr diese Zeit einen Anruf bekam. "Ja wir haben ein Problem. Der Zug hielt nicht dort, wo ich sonst immer umsteige - ich bin nun auf direktem Weg nach Hamburg. Kann also später werden." Das schlimmere Übel war aber, dass von dem Bahnhof Hamburg nichts mehr ein-oder abfuhr. Er stieg dort aus und fand auch einen Gleichgesinnten, der eigentlich nach Berlin wollte, genau wie Black. Beide liefen zusammen in Hamburg rum, um irgendeine Lösung des Problems zu finden. Es gab keine. Es fuhren keine Züge mehr, keine Busse, auch die Fahrgesellschaften waren nicht zu erreichen (außer einer, der meinte: "Ich bin schon in Berlin." ) - und die letzte Hoffnung, das Taxi, war zu teuer. Später bekam ich die Nachricht, dass der Gleichgesinnte einen Freund alamiert hatte, der in Berlin wohnte. Er war vorerst nicht zu erreichen. Mir kamen unkontrolliert die Tränen und ich verstand nicht, was das sollte. Wir sahen uns nicht sehr oft, und wenn es mal klappen sollte, wurde uns ein Strich durch die Rechnung gemacht. Es hieß, als letzte Hoffnung, dass er auf den Zug warten müsste, der erst wieder früh um 4:30 Uhr gefahren wäre. Zum Glück musste er nicht so lang in Hamburg verharren, denn dieser Kumpel meldete sich doch noch. Er fuhr los und holte die beiden ab. Für mich ist es richtig erstaunlich, dass jemand einen Fremden mitnimmt, und dazu noch irgendwo vor der Haustür absetzt, das wieder mindestens eine halbe Stunde weiter entfernt war, als sein Wohnort. Nun, die Tränen waren vergossen, und ich wartete wieder. Gegen 6 Uhr Morgens kam ich endlich wieder in den Genuss, in seine Arme schlüpfen zu können. Es war ein sehr schöner Moment für mich, da mir die 9 Stunden wirklich wie eine Ewigkeit vorkamen. Eine Ewigkeit voller Grauen und Angst, dass Black etwas passieren könnte. Aber dem war nicht so, darüber bin ich endlos Glücklich. Doch nun, Black, musstest du auch schon wieder fahren... Ich mag diese kurze Zeit, die du bei mir sein kannst, aber ich hasse sie auch, da ich unsere gemeinsame Zeit sehr herbeisehne. Lass sie uns erreichen, irgendwann.

.:White:.

21.1.07 18:16
 


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